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| Text von Colin Walker in Deutsch |
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ich habe mir mal mit meinen sprachlichen Mitteln (Ich bin kein Übersetzer!) daran gemacht den Text von Colin Walker ins Deutsche zu übersetzen. Ich habe mir dazu von Colin die Erlaubnis geholt:
Baden-Powell - Die Vorwürfe und die Fakten
Es ist ein ein unbestrittener Grundsatz der Geschichtswissenschaften, dass man Personen der Vergangenheit nicht unbedingt mit den Grundsätzen von heute bewerten und beurteilen erden kann, sondern im Kontext ihrer Zeit sehen muss.
Es gab Vieles in der Vergangenheit welches uns heute nicht mehr akzeptabel erscheint, auf der anderen Seite, gibt es heute Vieles, was unseren Vorgängern und Vorfahren nicht akzeptabel erscheinen würde.
Die historischen Fehler des Imperialismus sind gut dokumentiert und können nicht verneint werden. Wir tragen dafür eine gemeinsame Verantwortung, daraus zu lernen und uns weiter zu entwickeln. Robert Baden-Powell trägt nicht mehr Verantwortung für seine Epoche als jede andere Persönlichkeit seiner Zeit.
Von Zeit zu Zeit gibt es immer wieder Angriffe gegen seinen Charakter und seinen Leumund welche von falschen Informationen gespeist werden. Der Zweck dieses Schriftstückes ist es, die Fakten darzulegen und sie in den richtigen historischen Kontext zu setzten,
Vorwurf: Baden-Powell war homophob und er erlaubt Homosexuellen nicht der Pfadfinderbewegung beizutreten..
Die Fakten: Es war einfach so, dass Homosexualität bis 1967 ein Straftatbestand in England war und deshalb nicht mitglied der Pfadfinderbewegung werden konnten.
Vorwurf: B-P war ein Befürworter der Nazis und hätte Hitler besucht, wenn der 2, Weltkrieg nicht dazwischen gekommen wäre.
Die Fakten: Von Ribbentrop, der Botschafter Deutschlands in Großbritannien von 1936-1938 und spätere Außenminister, haben sich bei vielen gesellschaftlichen Anlässen getroffen, bei denen er und Bai-Pi eingeladen waren. Später schrieb von Ribbentrop einen Brief an Bi-Pi und in dem er ihm vorschlug, dass die Hitlerjugend und die Pfadfinderbewegung zusammen arbeiten sollten. Daraufhin schrieb Bi-Pi zurück, dass er grundsätzlich die Zusammenarbeit der Jugend befürwortet, da dies hilft einen Krieg zu verhindern. Es gab nie von Seiten Bi-Pi allerdings kein Angebot oder den Vorschlag für ein Treffen oder gemeinsame Zeltlager. Allerdings Baden-Powell fuhr fort, dass er der Meinung sein, dass Jugendliche, die zusammen im Lager waren, weniger wahrscheinlich aufeinander schießen. 1938 war Baden-Powell bereits ein kranker Mannm der sich von der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte und aus gesundheitlichen Gründen nach Kenia gezogen ist. Dort starb er auch bereits 1941. Fakt ist auch, dass der Name Baden-Powells und anderer Pfadfinderführer auf einer Liste stand die die Nazis festnehmen wollten, sobald sie Großbritannien besetzt hatten.
Vorwurf: Baden-Powell äußerte sich bewundernd über Hitlers Buch ‘Mein Kampf’.
Die Fakten: Baden-Powell schrieb in sein Tagebuch am 6. Oktober 1939: ‘Verbrachte den ganzen Tag mit dem Lesen des Buches “Mein Kampf”. Ein wundervolles Buch mit guten Ideen zur Erziehung, Gesundheit, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation….“ Aber er fuhr Einschätzung mit dem Satz „…Ideen welche Hitler selbst nicht umsetzt“.
Es ist interessant, dass Bi-Pi’s Kritiker diesen Satzteil in ihrer Einschätzung unterschlagen.
Vorwurf: Baden-Powell war selbst ein unterdrückter Homosexueller.
Die Fakten: Dieser Vorwurf basiert auf der Notiz eines Mediziners aus der Harley Street (https://de.wikipedia.org/wiki/Harley_Street Anmerkung des Übersetzers) welcher beeinflusst war von der freudschen Psychoanalyse (welche nur auf sexuelle Motivation ausgerichtet und heute weitgehend wiederlegt ist). B-P hatte ihn konsultiert nach einer Serie von schwerer Migräneanfällen welchen ihn in den späten 20er Jahren quälten, als er bereits über 70 Jahre alt war.
Wie es so ist, hat eine andere Studie aus den 90er Jahren über die Handschriften Baden-Powells durch einen führenden Graphologen zum Schluss geführt, dass Bi-Pi ohne Zweifel heterosexuell war. Baden-Powell hatte etliche weibliche Freundinnen denen er, vor seiner Heirat, Briefe mit außerordentlich koketten Ausdrücken schrieb. Er heiratet Olave St. Blair Soames 1912. Er beschrieb diese als außerordentlich glückliche Hochzeit, die bis zu seinem Tode Bestand hatte.
Vorwurf: Baden-Powell war ein Faschist da er Mussolini unterstützte.
Die Fakten: Baden-Powell war tatsächlich ein Unterstützer von Mussolini und er traf ihn, in seiner Funktion als italienischen Regierungschef und als er in Rom bei einem Besuch beim Papst in Rom war. In dieser Zeit traf er viele Regierungschefs aus aller Welt. Baden-Powell glaubte, dass Mussolini Italien vor der Übernahme durch die Kommunisten bewahrt hatte. 1926 schuf Mussolini eine Jugendorganisation, die ‘Oper Nationale Balilla’, die sich am Vorbild der Pfadfinderbewegung orientierte. Baden-Powell war von der Vorstellung geleitet, dass diese Organisation auch nach den Prinzipien der Pfadfinderbewegung geführt wird. (Es ist allgemein anerkannt, dass sowohl Hitler Jugend als auch die Balilla, die Grundsätze der Pfadfinderbewegung benützten und pervertierten.) Baden-Powell war beeindruckt, dass die Balilla Organisation in das Schulsystem integriert waren. Etwa so, wie es heute Pfadfinder, vor allem in Asien, auch ins Schulsystem eingebunden sind. Baden-Powell entdeckte die Wahrheit, das die Balilla ein Faschistisches Kadetten Kops ist, in dem sich in Wirklichkeit keine wahren Merkmale des Pfadfindertums widerspiegelte. Er änderte seine Meinung und bereits 1935 kritisierte er Hitler und Mussolini öffentlich. Es ist genauso Fakt, dass wo immer ein kommunistischer oder faschistischer Machthaber ein Land übernahm, eine der ersten Maßnahmen das Verbot der dortigen Pfadfinderbewegung war.
Vorwurf: Während der Belagerung von Marketing im zweiten Burenkrieg, hat Baden-Powell hungernde Afrikaner aus der Stadt geschickt um seine Soldaten besser versorgen zu können.
Die Fakten: Es ist sehr gut dokumentiert, dass Baden-Powell seine Feldküchen öffnete, und dass alle Kavalleriepferde geschlachtet wurden, um alle versorgen zu können die während der Belagerung in der Stadt eingeschlossen waren. Es spielte hierbei keine Rolle, ob jemand weiß oder schwarz war. Alle wurden bei der Verteilung von Lebensmittelgutscheinen berücksichtigt! Die Einheimischen vom Volk der Barolong, welche in einem Außenbezirk von Mafeking wohnten, werden mit erwähnt als Gratulanten von Baden-Powell zum Ende der Belagerung. Die Buren jedoch, ermutigten herumziehende Stämme nach Mafeking zu ziehen, in der Hoffnung, dass die zunehmende Anzahl der Menschen in der Stadt und die dadurch zunehmenden Ernährungsprobleme die Übergabe der Stadt beschleunigen würde. Bi-Pi gab eine Nachricht an General Plumer, seinen Vorgesetzten außerhalb des Belagerungsringes ein Verpflegungsdepot und Camp einzurichten. Es waren diese 900 neu angekommene Flüchtlinge, welche, nachdem sie verpflegt wurden, bei Nacht aus der Stadt eskortiert wurden um zu dem neu eingerichteten Verpflegungsdepot gebracht zu werden. Bi-Pi warnte die Buren, dass dieser Auszug stattfindet und dass sie sich nicht feindselig einmischen sollen, da diese Flüchtlinge keine Rolle in den Kampfhandlungen gespielt haben. Dennoch schossen die Buren auf die Kolonne, zersprengte sie und dies forderte Todesopfer. Wäre Bi-Pi gezwungen gewesen zu kapitulieren, so haben die Buren angekündigt, die Straßen Mafekings in Blut zu tränken. Sie waren aktenkundig nicht berühmt dafür, die einheimischen Eingeborenen gut zu behandeln.Einige Autoren die sich zu Baden-Powell sLeben irren, haben die Anordnung des Auszuges der Flüchtlinge kritisiert, aber es gab keine Kritik an der Verhaltensweise der Buren. Durch die Verteidigung von Mafeking rettete Baden-Powell eine große Anzahl an Leben, sowohl schwarzes wie weißes Leben. Diese Fakten sind dokumentiert in dem Tagebuch der Belagerung von Mafeking von Sol Plaatje einem einheimischen Gerichtsübersetzer. Sol Plaate wurde später der erste Sekretär des Afrikanischen Nationalkongresses. Es war auch Mitglied der Kolonne von Soldaten und Beamten die den Flüchtlingsauszug begleiteten.
Vorwurf: Baden-Powell war ein Kriegsverbrecher.
Die Fakten: 1988, zu Beginn seiner Militärlaufbahn war Baden-Powell Teil einer Militäroperation um Zulu Krieger aufzuspüren die weiße Siedler getötet haben. Diese Operation forderte 3 Todesopfer. Auch wenn er den Befehl gegeben hätte, das Leben der 3 Krieger zu schonen, ist es die Frage ob die ausführenden Söldner diesen Befehl befolgt hätten. Baden-Powell wird auch beschuldigt einen Stammeshäuptling 1887 hinrichten zu lassen. Siedler wurden in einem abgelegen Teil des Landes der Matabele getötet. Baden-Powell hatte den Befehl den Häuptling Uwini gefangen zu nehmen. Uwini wurde schwer verwundet während der Festnahme und es war sehr unwahrscheinlich, dass er die lange Reise zum nächsten Gericht überleben würde. Baden-Powell stellte ihn deshalb sofort vor ein Kriegsgericht. In dem Verfahren wurde der Angeklagte schuldig gesprochen und nach der damaligen Gesetzeslage war die Strafe das Todesurteil. So wurde Uwini hingerichtet. Baden-Powell wurde später durch eine Untersuchungskommission für diesen Vorfall entlastet. Er schrieb in einem Brief an seine Mutter: “Ich würde genau das Gleiche wieder tun …… es war das Mittel um eine große Anzahl von Leben zu retten, weiße wie schwarze Leben”. Dieser Meinung waren auch sein kommandierender Offizier, Sir Frederick Carrington, als auch andere Vorgesetzte.
Vorwurf: Baden-Powell was ein Rassist.
Die Fakten: In diesem Vorwurf steckt nicht mal ein Stück Wahrheit und kein Beweis wurde hierzu je erbracht. Fakt ist, dass Baden-Powell 1937 der Watergate Friedenspreis (https://en.wikipedia.org/wiki/Wateler_Peace_Prize) verliehen bekam und er 10 Mal für den Friedensnobelpreis nominiert war. Er war ein Mensch seiner Zeit, aber dennoch in manchen Dingen seiner Zeit weit voraus. Es macht keinen Sinn auf einen Mann einzuprügeln, der die Normen der Zeit hinterfragte. Bei seinem experimentellen Zeltlager auf Brownsea Island in 1907, schliefen Söhne von Adligen und Millionären in den gleichen Zelten wie Söhne aus „normalen“ Familien. Baden-Powell sagte dazu, ‘Ich mixte die Teilnehmer wild durcheinander“. Er schloss die Idee der sozialen Gleichheit als ein Schlüsselelement der Pfadfinderseins von Anfang an mit in sein Konzept ein. Im ursprünglichen Pfadfindergesetz und -versprechen steht der Satz: „Ein Pfadfinder ist ein Bruder aller Pfadfinder“. Dies ist egal aus welchem Land, welcher Klasse oder welchem Bekenntnis der andere kommt. Seit 1907 haben mehr als 500,000,000 Jugendliche und Erwachsene dieses Gesetz und dieses Versprechen als Leitlinie für ihr Leben gewählt. Bi-Pi schrieb ungefähr die gleiche Anzahl von Büchern wie Charles Dickens (34) und unzählige Artikel und Briefe während seines Leben. Außerdem schrieb er Tagebücher und machte viele privaten Aufzeichnungen, die heute noch alle erhalten sind. Der Autor dieses Schreibens ist in diesen Aufzeichnungen noch auf nichts gestoßen das Ihn als Rassisten brandmarken würde. Vieles jedoch enthält positive Beispiele von Bi-Pi’s Gleichheits- und inklusiver Geisteshaltung.
Beispiele die hierzu noch genannt werden müssen:
Während der Jahre der Apartheid in Südafrika waren Pfadfinder immer für alle offen, egal welcher Hautfarbe.
Während des Bürgerkrieges in Nordirland hatten Pfadfindergruppen Katholiken und Protestanten als Mitglieder, die miteinander spielten und arbeiteten.
Als die Pfadfinder Palästinas die Mitgliedschaft in der Welt Pfadfinder Konferenz beantragten, stimmten aus selbstverständlich die Pfadfinder Israels für die Aufnahme.
Bevor Du dir die substanzlosen Anschuldigungen gegenüber Baden-Powell dir zu eigen machst, bitten wir Dich dich, dich zu fragen aus welchen Motiven die Kritiker diese Anschuldigungen verbreiten.
Autoren des englischen Textes:
Colin Walker, Pfadfingerhistoriker, Autor von 12 Büchern zum Thema Pfadfindern, einschließlich 3 Büchern über die Belagerung von Mafeking, Mitglied der Thane Rover Crew, Lord Baden-Powell’s Own.
Paul Moynihan, ehemaliger Archivar, The Scout Association, 1993-2008, Autor ‘An official History of Scouting’.
Für weitere Informationen oder Fragen wende Dich bitte (in englischer Sprache) an: Colin Walker: scouting.milestones@btinternet.com
Übersetzt von Hathi, 01.07.2020 mit Genehmigung von Colin Walker
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| Mir roichts, dass i woiß, dass i kennt, wenn i wed! |
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| Beitrag vom 01.07.2020 - 18:54 |
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