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| RE: Ehrenmal für die gefallenen Wandervögel |
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Zitat Original geschrieben von Pitt
Nun meine, in den Raum geworfene, Frage:
Was hat diese Form des Gedenkens mit der heutigen, jugendlichen Generation zu tun ?
Ist diese, mit Pathos versehene Form des Gedenkens noch Zeitgemäß ?
Wo bleiben die kritischen Fragestellungen nach dem WARUM des Blutvergießens ?
Wo bleibt die Frage nach den Menschen, die Heute in Kriegen geopfert werden ?
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Frage 1: Vermutlich immer weniger, solange das Selbstverständnis von Symbolen und der Umgang damit in irgendeiner Darreichungsform von Tradition folgend nicht an jüngere Generationen weitergegeben werden. Ich persönlich mag Fahnen und Wimpel, genauso wie die Kluft, als Identifikationsmerkmal und verbindendes Element von Gruppen.
Frage 2: Pathetisch wird es erst, wenn sich um das Symbol besondere Rituale spinnen. Da gibt es wie immer im Leben verschiedene Abstufungen die der persönliche Geschmack zulässt oder ablehnt. Ein Ausstellung von Bannern in einem Ehrenmal hat für mich genau so wenig mit Pathos zu tun, wie Grabsteine auf einem Friedhof. Für mich sind es wichtige Erinnerungsstücke. Sie lassen die Erinnerung lebendiger wirken, als Schriftzeichen in kaltem Schein.
Frage 3: Jeder Bund hat eigene Vorstellungen vom Erziehungsauftrag. Bei einigen ist Erziehung zum Frieden ein wichtiger Bestandteil, andere machen das mit sich und dem lieben Gott aus und manche Bünde machen sich vielleicht weniger Gedanken dazu. Wenn eine dem Mahnmal nahe sitzende Jugendbildungsstätte und ein Archiv regelmäßig bündeübergreifende Seminare zur geschichtlichen Aufarbeitung anbietet, ist das aus meiner Sicht sehr wertvoll. Der Rest findet in Schule und Gesellschaft statt, sofern es dort noch leistbar ist. Ein Gedenkraum ist für mich kein Signal dafür, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Blutvergießen nicht stattfindet, selbst wenn es ritualisierten Phatos in Form von Gedenkveranstaltungen o. ä. gibt. Es kommt doch gerade hier auf das gesprochene Wort an.
Frage 4: Die Jugendbewegung ist von heutigen kriegerischen Auseinandersetzungen nicht betroffen, es sei denn man verliert ein Mitglied im Auslandseinsatz der Bundeswehr oder im humanitären Einsatz. Unsere Gesellschaft ist sowieso viel weiter entfernt von "ihren" Soldaten, wenn man das z.B. mit anderen europäischen oder amerikanischen Streitkräften vergleicht. Heutige Kriege finden für uns nur am Bildschirm statt und sind von unserer Lebenswirklichkeit Lichtjahre entfernt. Zivile Opfer kann man auch beklagen, aber was haben die Bünde und die JB damit zu tun?
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| "Guten Freunden gibt man ein Küsschen." (Judas) |
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Löffel am 06.11.2013 - 12:34.
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| Beitrag vom 06.11.2013 - 12:32 |
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