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Der wesentliche Unterschied zwischen Kreuz und Ketten ist die Zugrichtung. Beim Kreuz erfolgt der Zug nach oben, bei Ketten in Verlängerung der Nähte. Und das ist deutlich besser.
(Aus dem gleichen Grund sind Ketten bei Kohten gerade schlechter geeignet; sie müssen da recht lang sein, wenn sie den Zug der Nähte fortsetzen sollen, und man braucht dann sehr lange Stangen.)
Ich empfinde die Jurtenketten, egal ob selbstgebaut oder nicht, aber als zu schwer und unhandlich. Ich hatte seinerzeit, bevor es die Ketten gab, schon etwas Ähnliches entwickelt: Statt der Ketten kann man genausogut Seile nehmen. Für eine 6,3 m-Standard-Sechserjurte reichen drei 8 mm-Schnüre aus weichem Polypropylen. An beiden Seiten jeweils mit einer Kausche und einem Karabinerhaken versehen und in der Mitte durch einen gemeinsamen Karabinerkaken laufend, funktioniert das bei uns seit zwei Jahrzehnten problemlos.
Und mit vier statt drei solcher Seile kann man auch ganz einfach eine Theaterjurte aufbauen. Man braucht dann nur eine waagerechte Stange mit zwei Schaukelhaken in 1,65 m Abstand. Durch jeden Schaukelhaken führt man zwei der Seile, und für die Aufstellung reicht dann im Zweifel sogar eine Mittelstange von 3-4 m.
Gut Pfad, mike
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| Beitrag vom 06.06.2012 - 12:04 |
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