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Die "üblichen" Vorsichtsmaßnahmen sollten ausreichen. Kreuzottern beißen nur dann, wenn sie sich angegriffen fühlen und nicht fliehen können. D.h. man sollte sich sichtbaren Schlangen nicht unnötig nähern und - bei Aufenthalt in einem Kreuzotterngebiet - Schlafsack und Schuhe vor Benutzung ausschütteln, da Kreuzottern bei kühlem Wetter die Restwärme spüren und sich eventuell dort aufwärmen wollen.
Ich habe bisher zwei Bisse bei anderen Pfadfindern erlebt. In einem Fall war das lediglich eine schmerzende Schwellung und Blaufärbung, im anderen gab es auch Lähmungserscheinungen. In beiden Fällen wurden die Betroffenen wahrscheinlich im Schlafsack gebissen (Biss in der Wade), die Schlangen waren wohl morgens in den noch warmen Schlafsack gekrochen und fühlten sich abends durch die Beine angegriffen. Der Biss selbst wurde beide Male nicht beobachtet.
Die Schweden empfehlen keine Eigenbehandlung, sondern bei Auftreten von Symptomen immer den Besuch einer Krankenstation (Quelle). In Schweden werden jährlich etwa 200 Personen gebissen, von denen 20 bis 30 % stationär behandelt werden müssen, während etwa die Hälfte der Gebissenen gar keine Symptome aufweist (Quelle). In Norwegen hat die Anzahl der Bisse etwas zugenommen, aber auch dort wird von Selbstbehandlung abgeraten (Quelle). Empfohlen wird als Erstmaßnahme Ruhe für die gebissene Person und bei Auftreten von Vergiftungssymptomen das Absetzen eines Notrufs (Quelle).
Pitt schreibt von Abbinden - davon wird dringendst abgeraten, weil bei Kreuzottern die Gefahr der Gewebeschädigung durch fehlende Blutversorgung deutlich größer ist als die Gefahr durch das Schlangengift.
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| Beitrag vom 23.06.2009 - 13:01 |
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