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HEINO ist offline HEINO  
Jugendburg Ludwigstein bittet um Spenden
387 Beiträge
Liebe Mitglieder der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein,
liebe Burgfreundinnen und Burgfreunde!

Wir bitten Euch mit diesem Brief um eine Spende für den Erhalt der Jugendburg Ludwigstein. Im Normalfall ist das gar nichts Besonderes, denn Spenden von Ludwigsteinerinnen und Ludwigsteinern fließen unserer Burg schon seit eh und je zu und haben zum Beispiel vor zehn Jahren die Errichtung des Enno-Narten-Baus unterstützt.

Aber wenn wir uns heute mit einem Spendenaufruf an Euch wenden, dann liefern wir keine Bauskizzen für eine Burgerweiterung, keine Pläne zur Verschönerung des Seitenbaus und auch keinen Kostenvoranschlag für ein neues Werkzeugset des Bauhüttenkreises. Und wir rufen Euch auch nicht dazu auf, zur Burg zu kommen und wie so oft für das jugendbewegte Gemeinschaftswerk in Eigenleistung anzupacken.

Heute wenden wir uns an Euch, weil die in Folge der Corona-Pandemie behördlich angeordnete Schließung aller Beherbergungsstätten unsere über der Werra stehende Jugendburg sehr hart getroffen hat. Zum Erhalt des Ludwigsteins als Jugendburg müssen wir alle verfügbaren finanziellen Kräfte sammeln. Die Burg braucht Geld und wir möchten Euch gerne begründen, weshalb die Situation so schwierig ist.

CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE

Am 7. März dieses Jahres feierte die Stiftung noch ihr 50-jähriges Jubiläum und trotz der bereits laufenden Corona-Diskussionen fühlte sich alles noch halbwegs gut und stabil an. Landrat, Politik und ehemalige Vorstände waren in den Nartensaal geladen, wo Holger Pflüger-Grone als Stiftungsvorstandsvorsitzender über Vergangenes und Zukünftiges sprach. Damals, nach der Burgerweiterung durch den 1963 eingeweihten Meißnerbau, sah sich die VJL als Trägerverein mit weiter wachsenden Aufgaben konfrontiert, sodass sie 1970 ihr Eigentum an Burg und Archiv in eine Stiftung überführte. „Die Erträge der Stiftung sind keine gut gefüllten Schatzkammern“, so Holger in der Festrede, „sondern vielmehr Menschen aller Altersstufen, die diese Burg als Traditionsort der Jugendbewegung erhalten und der historischen Verpflichtung zum Erhalt eines einmaligen lebendigen Denkmals nachkommen“. Auf der Burg würden „junge Menschen in den freiwilligen Diensten, Freizeiten und Baueinsätzen lernen, gebraucht zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Hier fühlen sich viele Menschen zu Hause, hier gibt es Freundschaften.“

Als Gastgeber und Gäste sich später vor dem Burgmodell des Masterplans gemeinsam mit dem Regierungspräsidenten Hermann-Josef Klüber zuprosteten, blickten alle noch zuversichtlich auf dieses doppelte Jubiläumsjahr und verabredeten sich bereits für Anfang Juli anlässlich 100 Jahre Jugendburg.

Niemand ahnt, dass sich nur acht Tage später die Burgtore für Burgpersonal und Gäste zu schließen beginnen.

Den Anfang macht der Arbeitskreis Beräunertreffen der VJL, der sich am 8. März mit „zerknirschten Grüßen“ an seine große Gemeinde wendet, um das mit 600 Anmeldungen komplett ausgebuchte Ludwigsteiner Singetreffen in der dritten Märzwoche abzusagen. Das Schreiben, in dem betont wird, keine Infektionskette stärken zu wollen, endet mit dem schönen Satz: „Letztlich stehen wir mit unserer Entscheidung dafür ein, im Zweifelsfall das Interesse der Anderen auch einmal vor das eigene zu stellen und Verantwortung zu übernehmen.“

Am 13. März verbietet der Kreisausschuss des Werra-Meißner-Kreises als Reaktion auf die Corona-Pandemie, zunächst befristet bis zum 10. April 2020, öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als 100 erwarteten Teilnehmenden. Ziel war es zu diesem Zeitpunkt, den bisher infektionsfreien Werra-Meißner-Kreis in diesem Zustand zu erhalten. Schnell wird klar, dass weitere Verschärfungen zu erwarten sind. Nur vier Tage später, am 17. März, muss aufgrund einer Verordnung der hessischen Landesregierung die Jugendburg Ludwigstein als Betriebs-, Beherbergungs- und Versammlungsstätte bis zum 19. April 2020 komplett geschlossen werden.

Der Zeitpunkt trifft die Jugendburg am wundesten Punkt: Just Mitte März startet nach den belegungsschwächeren Wintermonaten traditionell das Saisongeschäft mit Scharen von Schulkindern, lukrativen Wochenendbelegungen und der Familienwoche über Ostern. Rasch füllt sich dann im Wochenrhythmus das abgeschmolzene Burgkonto. Nun aber kommt alles, trotz des tagelang wunderschönen Wetters, ganz anders.

WIRTSCHAFTLICHE FOLGEN

Zunächst muss das Burgbüro allen Gästen bis Mitte April selbst absagen, womit schon einmal knapp 2.800 Übernachtungen und alle damit verbundenen Einnahmen in Höhe von rund 100.000 € wegfallen. Parallel stornieren auf Anweisung der Kultusministerien Schulklassen aus dem ganzen Bundesgebiet ihre Aufenthalte auf dem Ludwigstein. Dann werden Schlag auf Schlag Hochzeiten, Tagungen, Seminare und Freizeiten abgesagt, sodass die Liste der Stornierungen schon nach wenigen Tagen bis in den Herbst reicht. Das Burgbüro schreibt zwar entsprechende Ausfallrechnungen, aber wann und in welcher Höhe diese Mittel jemals dem Burgbetrieb zufließen, bleibt angesichts eines momentan in Teilen gelähmten Landes mehr als ungewiss.

Mit dem Entzug der Beherbergungserlaubnis verliert die Stiftung ihre wesentlichste Geschäftsgrundlage und findet sich unmittelbar in einer existenzbedrohenden Situation wieder. Monat für Monat laufen trotz Einnahmen von exakt 0 € Kosten für Personal und Betriebsmittel in Höhe von mehr als 10.000 € auf. Im schlimmsten Fall lassen sich in der gerade beginnenden Hauptsaison gar keine oder nur sehr geringe Einnahmen generieren. Eine bittere Aussicht, die angesichts der Belegungszahlen des Burgbüros einen gesunden Betrieb treffen: 2019 wurden 35.360 Übernachtungen erzielt, für 2020 standen am 5. März bereits 33.863 Übernachtungen in den Büchern.

KRISENSTAB UND HANDLUNGSOPTIONEN

Nach einer anfänglichen Schockstarre bilden Vorstand, Kuratorium und Burgbetriebsleitung ab dem 23. März einen pandemietauglichen Krisenstab. Verschiedene Szenarien bis zur Schließung des Herbergsbetriebes und noch drastischeren Maßnahmen werden durchgespielt. Tagelang werden Zahlen gewälzt, Fördermaßnahmen geprüft, Kreditkonditionen recherchiert, Anträge gestellt und Gespräche mit dem Steuerberater, politischen Vertreterinnen und Vertretern auf Regional- und Landesebene geführt. Zwei Wochen später und angefeuert von einer der Müdigkeit trotzenden, positiven Energie liegt die Idee einer Lösungsstrategie auf dem Tisch: Wir sind uns einig, für den Erhalt der Jugendburg kämpfen zu wollen. Die Einschätzung der Situation ist jedoch besonders schwierig, da nicht absehbar ist, ab wann der Herbergsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Als vage Hypothese einigen wir uns im Krisenstab auf ein Szenario, bei dem die Stiftung bis zum Frühjahr 2021 in der Lage sein muss, auch ohne nennenswerte Einnahmen alle ihre Rechnungen zu bezahlen. Auch die Möglichkeit einer prozentual wachsenden Wiedereinstiegsphase bis zum Normalbetrieb gegen Ende des Jahres muss bedacht werden. Nie geahnte Herausforderungen stehen uns bevor.

Als erste Maßnahme wird zur Senkung der Personalkosten Kurzarbeit für die ca. 30 Beschäftigten des Herbergsbetriebs angemeldet. Dies geschieht in Absprache mit dem Betriebsrat und bedeutet für die Mitarbeitenden eine deutliche Kürzung ihres Einkommens. Dieser Beitrag der Beschäftigten ist eine erste und wichtige Säule der Rettungsstrategie. Zeitgleich versetzt die Haustechnik den mächtigen Burgkomplex in die Betriebsruhe, eine Art Dornröschenschlaf. Der heruntergefahrene Minimalbetrieb soll so geringe Kosten wie nur möglich verursachen, ohne dass Schäden an den Versorgungssystemen entstehen. Archiv und Jugendbildungsstätte können eingeschränkt weiterarbeiten. Aber es ist so gespenstisch still auf der Burg wie wahrscheinlich in den letzten 100 Jahren nicht.

Weitere Kosten werden vorerst mit der Stundung von Verbindlichkeiten, der Absage von Fortbildungen und der Verschiebung aller anstehenden Investitionen eingedämmt. Der betriebswirtschaftliche Bleistift indes malt dennoch eine große Zahl unter diesen radikalen Sparkurs: Bis zu 200.000 € sind zwischenzeitlich notwendig, um die Liquidität der Stiftung ohne Burgbelegung bis zum Frühjahr 2021 erhalten zu können.

Von Beginn der Krise an sind auch die VJL-Mitglieder eine starke Stütze: Familienwöchner verzichten trotz erzwungener Absage der österlichen Veranstaltung auf die Rückzahlung ihrer bereits geleisteten Anzahlungen und eine Großspende sichert die Zahlungsfähigkeit in den ersten Krisenwochen. Vielen lieben Dank den Spenderinnen und Spendern an dieser Stelle! Langwierig hingegen gestaltet sich der Zugriff auf staatliche Unterstützung. Maßnahmen wie die hessische Soforthilfe sind auf ein Sonderkonstrukt wie unsere Jugendburg-Stiftung nicht oder nur mangelhaft zugeschnitten. Ungewiss bleibt auch, ob ein Rettungsschirm für Jugendherbergen aufgespannt werden wird.

WARUM NUN BITTEN WIR UM EURE SPENDE?

Selbstverständlich wird die Stiftung zur Deckung der Liquiditätslücke einen Kredit zu realistischen Konditionen aufnehmen müssen. Dieser muss aber in den kommenden Jahren zurückgezahlt werden und bedeutet daher eine große Belastung für eine nach Corona ungewisse Zukunft. Ziel muss es sein zukünftige Verbindlichkeiten so niedrig wie möglich zu halten. Hierfür brauchen wir auch weiterhin Eure Hilfe! Je höher der Spendenanteil am Gesamtbedarf ist, desto besser ist die Prognose für den Erhalt der Burg als Jugendburg. Wir wissen, dass auch für viele von Euch diese Zeit schwierig und ungewiss ist. Aber jeder noch so kleine Beitrag gibt uns Rückhalt, damit unsere Burg diese Krise überstehen kann.

Für Spenden steht folgendes VJL-Konto bereit:

Kontoinhaber: VJL e.V.
IBAN: DE74 5225 0030 0050 0329 78
Verwendungszweck: Spende zum Erhalt der Jugendburg

Das für den Juli geplante Jubiläumswochenende müssen wir leider für dieses Jahr absagen, aber vom Projekt Jugendburg werden wir ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Jubiläums beileibe nicht ablassen. Wir wollen zusammen dafür einstehen, dass hier so bald wie möglich wieder das Leben einzieht und wir gemeinsam zu Familienwoche, Beräunertreffen, Pfingsten und wann auch immer zusammenkommen können. Bis dahin halten wir Euch mit Hilfe der Ludwigsteiner Blätter und auf der Homepage über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Wir danken Euch schon jetzt für Eure Spenden und grüßen Euch herzlich,
Euer VJL-Vorstand

Auf der Homepage der Burg (www.burgludwigstein.de) findet Ihr demnächst aktuelle Informationen zum Stand der Spendenaktion.
Falls Ihr eine Spendenbescheinigung benötigt, wendet Euch gerne per E-Mail an spenden@burgludwigstein.de oder per Brief an VJL e.V., Burg Ludwigstein 1, 37214 Witzenhausen. Bitte gebt Name, Adresse, Spendendatum und Spendensumme an.

Beitrag vom 17.04.2020 - 14:46
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Unterstützung für das Beräunertreffen 2021!
387 Beiträge
Unterstützung für das Beräunertreffen 2021!

Den Ludwigstein kennen und lieben wir als riesige Spielwiese der Bündischen und nicht zuletzt als Zuhause unseres Beräunertreffens, das dieses Jahr leider ins Wasser fallen musste.

Nun brauchen wir Deine Hilfe! Damit wir alle auch in Zukunft zum Singen und Tanzen auf der Burg zusammenkommen können, hat der AK Beräunertreffen eine liebevolle Rettungskampagne zusammengestrickt!

Sei dabei, uns dem nächsten Beräunertreffen auf Burg Ludwigstein einen Schritt näher zu bringen.

Startnext-Kampangne Beräunertreffen 2021
Beitrag vom 19.05.2020 - 07:54
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HEINO ist offline HEINO  
387 Beiträge
Liebe Burgfreunde,

2019 gewann die Jugendbauhütte Ludwigstein den mit 4.000,- Euro dotierten Ehrenamtspreis des Hessischen Denkmalschutzpreises. Mit dieser Auszeichnung wurde unsere Bauhütte automatisch in die Online-Abstimmung für den Publikumspreis der Deutschen Engagementstiftung nominiert. Gelistet ist sie auf deren Website unter dem Bundesland „Hessen“ im Themenfeld „Umwelt- und Naturschutz“. Der Sieger gewinnt 10.000,- Euro, die 50 Bestplatzierten erhalten Weiterbildungsmodule.

Gestern startete die einen Monat lang laufende Abstimmung, die wie folgt abläuft: abstimmen mit Name und E-Mail-Adresse, Bestätigungslink anklicken, über Bestätigungslink den Stand der Stimmen einsehen.

Wer von Euch also Lust und Zeit hat, das ehrenamtliche Engagement von Bauhüttenkreis, Raumpaten und den vielen Bauhelferinnen und Bauhelfern der Winter- und Sommerbauhütten zu unterstützen, gibt unter folgendem Link seine Stimme ab:

Abstimmen für die Jugendbauhütte Ludwigstein: → Abstimmung

Eure Ansprechpartner für Rückfragen sind Dirk (dirk.osmers@burgludwigstein.de) und Stephan (stephan.sommerfeld@burgludwigstein.de).

Beitrag vom 17.09.2020 - 09:10
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Beitrag vom 17.09.2020 - 10:29
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