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Forenübersicht » Pfadfinder - Forum » Ausrüstung und Fahrtentechnik » Anschaffung Gemeindebus

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moggeCP ist offline moggeCP  
Anschaffung Gemeindebus
2650 Beiträge
moggeCP`s alternatives Ego
Unser Stamm hätte gerne Zugriff auf einen Gemeindebus (9-Sitzer), der örtliche gemeindeeigene Kindergarten wäre auch nicht abgeneigt. Die Kirchengemeinde bräuchte natürlich ZDF (Zahlen, Daten, Fakten), um ernsthaft über eine Anschaffung nachzudenken.
Die Anschaffungskosten sind nicht so sehr das Problem. Eher die laufenden Kosten. ich habe mich schon bei benachbarten Stämmen/Kirchengemeinden umgehört, würde mich aber über weitere Erfahrungsberichte und Hinweise freuen.

Meine vorläufige Kalkulation für laufende Kosten pro Jahr wäre so:
  • Steuer, Versicherung, Diesel (^1): 2500 Euro
  • Jährliche Abschreibung 2000 Euro
  • Reparatur, durchschnittlich pro Jahr: 1000 Euro


Summe total p.a.: 5.500,- Euro

^1: (Versicherung ab 1100 Euro, Diesel ab 300 Euro, Steuern ab 400 Euro)

Was nicht ausgegeben wird, landet in der Rücklage: falls mal Reperaturen oder eine Neuanschaffung anstehen. Dann fällt keiner aus allen Wolken, weil "plötzlich" Kosten entstanden sind. So stelle ich mir das jedenfalls vor.

Über sachdienliche Hinweise freue ich mich. glücklich Danke!



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von moggeCP am 20.07.2017 - 13:53.
Beitrag vom 20.07.2017 - 13:43
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HEINO ist offline HEINO  
309 Beiträge
Die steuerliche Abschreibung eines PKW läuft normalerweise über 6 Jahre. Damit wären das Anschaffungskosten von 12.000 EUR, das halte ich für einen Transporter für nicht realistisch. Selbst wenn der Bus bei der wechselnden Besatzung und Benutzung 8 Jahre durchhält, wären das nur 16.000 EUR. Wenn man statt steuerlicher Gesichtspunkte eher die kostenrechnerische Sichtweise nimmt, muss man bei der kalkulatorischen Abschreibung sogar den Betrag abschreiben/zurücklegen/berücksichtigen, den der Wiederanschaffungspreis betrifft. Das sind bei 8 Jahren Laufzeit mindestens 10 % mehr.

Was man nicht vergessen darf, ist der zusätzliche Personalaufwand. Der Bus muss gereinigt werden, Winterreifen aufgezogen werden, Flüssigkeiten kontrolliert werden, den Bus in die Werkstatt gefahren werden....
Beitrag vom 20.07.2017 - 15:20
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HCW ist offline HCW  
438 Beiträge
HCW`s alternatives Ego
Wir hatten seinerzeit einen Bus über Aktion Sorgenkind (heute Aktion Mensch). Der Kindergarten brauchte den Bus für den Fahrdienst der behinderten Kinder. Am Wochenende fuhr der dann für die Pfadfinder gegen KM Erstattung.

Heute mieten wir beim Amt für kirchliche Dienste. Ist nicht so günstig, aber immer noch viel günstiger als einen eigenen Bus kaufen. Einziges Problem im Somme wollen ihn alle haben und die Verbindlichkeit der Reservierungen ist auch eher geht so...
Beitrag vom 20.07.2017 - 22:32
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moggeCP ist offline moggeCP  
RE:
2650 Beiträge
moggeCP`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von HEINO

Die steuerliche Abschreibung eines PKW läuft normalerweise über 6 Jahre. Damit wären das Anschaffungskosten von 12.000 EUR, das halte ich für einen Transporter für nicht realistisch.



Bin ich naiv, wenn ich davon ausgehe, dass ein neues (!) Fahrzeug, was regelmäßig gewartet werden soll (1000 Euro pro Jahr für Reperaturen, Wartung), nicht locker 10 Jahre durchhalten kann?

Ich muss vielleicht noch ergänzen, dass wir nicht den vollen Kaufpreis erwirtschaften müssen, sondern auch Zuschussmittel, Spenden etc. einkalkulieren können.



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)
Beitrag vom 21.07.2017 - 08:22
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HEINO ist offline HEINO  
RE: RE:
309 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von moggeCP

Bin ich naiv, wenn ich davon ausgehe, dass ein neues (!) Fahrzeug, was regelmäßig gewartet werden soll (1000 Euro pro Jahr für Reperaturen, Wartung), nicht locker 10 Jahre durchhalten kann?


Mein vor kurzem abgestoßener Klein-PKW habe ich nach knapp 10 Jahren und über 220.000 km abgegeben, weil der einfach durch war. Es war aber auch ein Citroen. Allerdings habe ich den pfleglich behandelt, es gab nur einen Hauptfahrer, der zudem kein Fahranfänger war und andere Fahrer gab es nur selten. Oder anders gesagt: Ein Fahrschulauto hält keine vier Jahre.
-------------------------
Etliche Vereine und Jugendgruppen beziehen ihre Autos auch über Werbeflächenvertreter. Da hat man dann eine fahrende Litfaßsäule, was ich persönlich ablehne. Diese Vertreter sind auch teilweise in der Kritik, da sie enorme Gewinnmargen machen, obwohl die Werbenden denken, sie würden in erster Linie gemeinnützige Organisationen unterstützen --> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130092980.html
Beitrag vom 21.07.2017 - 09:18
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HEINO ist offline HEINO  
309 Beiträge
Die EKD hat mit Automobilherstellern Rahmenverträge geschlossen, die recht günstige Anschaffungskosten ermöglichen. Bei Kfz-Versicherungen würde ich im kirchlichen Bereich auf den Versicherungsvermittler Ecclesia zurückgreifen, die haben ebenfalls günstige Verträge. Kurz: Nicht selbst aktiv werden, sondern an höheren kirchlichen Stellen nach den regulierten Beschaffungswegen fragen.
Beitrag vom 21.07.2017 - 09:52
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jergen ist offline jergen  
1401 Beiträge
Wir haben das in den letzten 20 Jahren mehrfach durchgerechnet und jedesmal festgestellt, dass ein eigener Bus die teuerste und unpraktischste Lösung ist. Unpraktisch deshalb, weil das Auto bei uns hauptsächlich rumstehen würde, noch viel mehr als ein Privat-Pkw.

Die Gelegenheiten, bei denen wir nur neun Personen transportieren müssen, sind extrem selten: An Stammes- und Gaulagern nehmen im Regelfall deutlich mehr teil, bei Sippenfahrten ist das sowieso eher unpraktisch und es darf öfters niemand fahren. Bleibt also der Materialtransport bei größeren Lagern, wo ein eigenes Auto sinnvoll sein könnte.

Und in solchen Fällen mieten wir. Wenn es (seltener) um Personentransport geht, beim Kreisjugendring im Nachbarkreis (gelegentlich auch bei ev. oder kath. Jugend), wenn's um Materialtransport geht, bei kommerziellen Anbietern, wo 2 m³ (inkl. 100 km) bei etwa 20 € Tagesmiete anfangen.



Wenn ich in deinem Kirchenvorstand wäre, würde ich auch danach fragen, wie oft und für welche Strecken der Bus eingesetzt würde, wie diese Strecken bisher bewältigt werden und welche Kosten momentan dafür entstehen. Und außerdem würde ich eventuell die Vereinbarkeit mit den pädagogischen Konzepten hinterfragen.

Unter Praxisgesichtspunkten muss zudem vorher geklärt werden, wer fahren darf, wo das Auto steht, wer sich um die Vergabe und Wartung kümmert usw. Darf bspw. der Pfarrer kurz mal einkaufen fahren? Bekommt die Gemeindesekretärin die zusätzliche Aufgabe der Fahrzeugvergabe aufgeladen?




Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von jergen am 21.07.2017 - 12:20.
Beitrag vom 21.07.2017 - 12:19
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moggeCP ist offline moggeCP  
RE:
2650 Beiträge
moggeCP`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von HEINO

Die EKD hat mit Automobilherstellern Rahmenverträge geschlossen, die recht günstige Anschaffungskosten ermöglichen. Bei Kfz-Versicherungen würde ich im kirchlichen Bereich auf den Versicherungsvermittler Ecclesia zurückgreifen, die haben ebenfalls günstige Verträge. Kurz: Nicht selbst aktiv werden, sondern an höheren kirchlichen Stellen nach den regulierten Beschaffungswegen fragen.



das haben wir alles im Blick (EKD-Einkauf, Ekklesia-Versicherung) und auch entsprechende Angebote eingeholt. Danke!



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)
Beitrag vom 21.07.2017 - 12:47
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moggeCP ist offline moggeCP  
RE:
2650 Beiträge
moggeCP`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von jergen

Wir haben das in den letzten 20 Jahren mehrfach durchgerechnet und jedesmal festgestellt, dass ein eigener Bus die teuerste und unpraktischste Lösung ist. Unpraktisch deshalb, weil das Auto bei uns hauptsächlich rumstehen würde, noch viel mehr als ein Privat-Pkw.


Deswegen haben wir den Kindergarten mit im Boot. Die nutzen den hauptsächlich werktags tagsüber, wir eher abends und am Wochenende/Ferien.

Zitat
Original geschrieben von jergen
Die Gelegenheiten, bei denen wir nur neun Personen transportieren müssen, sind extrem selten: An Stammes- und Gaulagern nehmen im Regelfall deutlich mehr teil, bei Sippenfahrten ist das sowieso eher unpraktisch und es darf öfters niemand fahren. Bleibt also der Materialtransport bei größeren Lagern, wo ein eigenes Auto sinnvoll sein könnte.


Wir sehen hier bei uns schon Bedarf: z.B. machen wir Kanutouren. Hänger+Kanus gehören der Gemeinde, die könnten wir dann leicht ziehen und müssten kein privates KFZ mit Kupplung organisieren.
Auch im Rahmen der Gruppenstunde könnte man das Teil nutzen, um eine Sippe in die Pampa zu fahren. Bei Veranstaltungen im Pfadfinderverband (Friedenslicht, Schulungen, ...) fahren wir oft mit Besetzung in Kleingruppengröße. Das sind nur einige Beispiele.

Zitat
Original geschrieben von jergen
Und in solchen Fällen mieten wir. Wenn es (seltener) um Personentransport geht, beim Kreisjugendring im Nachbarkreis (gelegentlich auch bei ev. oder kath. Jugend), wenn's um Materialtransport geht, bei kommerziellen Anbietern, wo 2 m³ (inkl. 100 km) bei etwa 20 € Tagesmiete anfangen.


Pfingsten z.B. hätte ein Auto ab 430 bei Sixt gekostet, eine Woche August 600 Euro. Plus: erheblicher Aufwand für uns als Ehrenamtliche, das Teil zu reservieren und in Kiel abzuholen und dort auch wieder hinzubringen.

Zitat
Original geschrieben von jergen
Wenn ich in deinem Kirchenvorstand wäre, würde ich auch danach fragen, wie oft und für welche Strecken der Bus eingesetzt würde, wie diese Strecken bisher bewältigt werden und welche Kosten momentan dafür entstehen. Und außerdem würde ich eventuell die Vereinbarkeit mit den pädagogischen Konzepten hinterfragen.


Genau die Fragen kamen und werden von uns umfassend aufgeschlüsselt.
Hier gerne einmal ein Beispiel: Pfingstlager in Ratzeburg: einfache Strecke 120 km, hin/rück 240 km. Für Material etc. fahren zwei Eltern am Freitag hin, zwei holen am Montag ab. Zwei Eltern fahren hin (480 km), zwei fahren wieder zurück (480 km). Also 960 km in Privat-Pkw.
Stattdessen: Gemeindebus hin und rück nur 240 km, da dieser vor Ort stehen bleiben kann und nicht wieder direkt zurückgeführt wird.

was meinst Du mit "pädagogischen Konzepten"?

Zitat
Original geschrieben von jergen
Unter Praxisgesichtspunkten muss zudem vorher geklärt werden, wer fahren darf, wo das Auto steht, wer sich um die Vergabe und Wartung kümmert usw. Darf bspw. der Pfarrer kurz mal einkaufen fahren? Bekommt die Gemeindesekretärin die zusätzliche Aufgabe der Fahrzeugvergabe aufgeladen?


Ja, all das wird geklärt bzw. wir haben uns Erfahrungsberichte von anderen Stämmen/Kirchengemeinden aus der Region kommen lassen.

Und ja, Verwaltung würde über das Gemeindebüro laufen, der Küster würde das Fahrzeug vermutlich in die Werkstatt bringen... ich weiß, man muss immer vorsichtig sein, anderen Arbeit aufzuhalsen. Aber hier setze ich auf Dialog. Der Küster und die Sekretärin machen das im Rahmen ihrer Dienstzeit. Wir Pfadfinder machen das alles nur ehrenamtlich.

Umgekehrt haben wir aber auch ein gutes Standing in der Gemeinde. Wenn man uns fragt, ob wir mit anpacken können, machen wir das eigentlich immer. Der KV-Vorsitzende hat uns erst neulich dafür gelobt, dass es noch nie ein Nein gab bzw. dass wir es bisher immer geschafft haben, ein paar Leute zu mobilisieren, wenn Hilfe gebraucht wurde. Der Küster ist z.B. froh, dass einmal im Jahr eine Sippe von uns den ganzen Kirchturm reinigt. Das erspart ihm locker einen Arbeitstag. Also: eine Hand wäscht die andere und zusammen waschen wir das Gesicht. ;-)

Danke für Deine, für Eure Gedanken dazu!



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von moggeCP am 21.07.2017 - 13:49.
Beitrag vom 21.07.2017 - 12:57
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moggeCP ist offline moggeCP  
RE: Anschaffung Gemeindebus
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moggeCP`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von moggeCP


Meine vorläufige Kalkulation für laufende Kosten pro Jahr wäre so:
  • Steuer, Versicherung, Diesel (^1): 2500 Euro
  • Jährliche Abschreibung 2000 Euro
  • Reparatur, durchschnittlich pro Jahr: 1000 Euro


Summe total p.a.: 5.500,- Euro



Wie beschrieben, würden Kindergarten und wir Pfadfinder den Bus hauptsächlich nutzen.
Bei 5500 Euro im Jahr sind das 2750 Euro pro Gruppe (Kindergarten, Pfadfinder).
Das sind gerade einmal ca. 230 Euro pro Gruppe pro Monat.



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)
Beitrag vom 21.07.2017 - 12:59
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moggeCP ist offline moggeCP  
RE: RE: RE:
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moggeCP`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von HEINO

Etliche Vereine und Jugendgruppen beziehen ihre Autos auch über Werbeflächenvertreter. Da hat man dann eine fahrende Litfaßsäule, was ich persönlich ablehne. Diese Vertreter sind auch teilweise in der Kritik, da sie enorme Gewinnmargen machen, obwohl die Werbenden denken, sie würden in erster Linie gemeinnützige Organisationen unterstützen --> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-130092 980.html



Danke, das wurde auch kurz vorgeschlagen. Guter Link, den leite ich mal weiter!
Ganz so bin ich davon nicht überzeugt... Unter Umständen müssten wir dann auch Werbung für "Spielhalle Kiel-Mettenhof" machen (diese Werbung klebte mal auf den Kieler Stadtbussen...)



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)
Beitrag vom 21.07.2017 - 13:01
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jergen ist offline jergen  
RE: RE: Anschaffung Gemeindebus
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Original geschrieben von moggeCP

Zitat
Original geschrieben von moggeCP


Meine vorläufige Kalkulation für laufende Kosten pro Jahr wäre so:
  • Steuer, Versicherung, Diesel (^1): 2500 Euro
  • Jährliche Abschreibung 2000 Euro
  • Reparatur, durchschnittlich pro Jahr: 1000 Euro


Summe total p.a.: 5.500,- Euro



Wie beschrieben, würden Kindergarten und wir Pfadfinder den Bus hauptsächlich nutzen.
Bei 5500 Euro im Jahr sind das 2750 Euro pro Gruppe (Kindergarten, Pfadfinder).
Das sind gerade einmal ca. 230 Euro pro Gruppe pro Monat.


Wenn du meinst, dass das für euch zu tragen ist, macht es. Wenn ich euren Stamm auf ungefähr 50 Mitglieder schätze, sind das 55 € pro Mitglied jährlich.

Wir könnten es uns nicht leisten. Spezielle Zuschüsse dafür gibt es bei uns nicht, wir müssten das Geld zusätzlich erwirtschaften (abzüglich die ca. 500-700 €, die wir momentan für Anmietungen aufwenden). Anreisekosten für Teilnehmer spart der Stammesbus im Normalfall kaum ein, weil die meisten Stämme zu groß sind.
Das Einwerben der Summe bindet Arbeitszeit, die wir lieber für Inhaltliches verwenden, und im Endeffekt wohl auch Gelder, die wir besser für die ca. 25 % zuschussbedürftige Teilnehmer verwenden.
Beitrag vom 21.07.2017 - 18:31
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jergen ist offline jergen  
RE: RE:
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Original geschrieben von moggeCP

Zitat
Original geschrieben von jergen
Unter Praxisgesichtspunkten muss zudem vorher geklärt werden, wer fahren darf, wo das Auto steht, wer sich um die Vergabe und Wartung kümmert usw. Darf bspw. der Pfarrer kurz mal einkaufen fahren? Bekommt die Gemeindesekretärin die zusätzliche Aufgabe der Fahrzeugvergabe aufgeladen?


Ja, all das wird geklärt bzw. wir haben uns Erfahrungsberichte von anderen Stämmen/Kirchengemeinden aus der Region kommen lassen.

Und ja, Verwaltung würde über das Gemeindebüro laufen, der Küster würde das Fahrzeug vermutlich in die Werkstatt bringen... ich weiß, man muss immer vorsichtig sein, anderen Arbeit aufzuhalsen. Aber hier setze ich auf Dialog. Der Küster und die Sekretärin machen das im Rahmen ihrer Dienstzeit. Wir Pfadfinder machen das alles nur ehrenamtlich.

Umgekehrt haben wir aber auch ein gutes Standing in der Gemeinde. Wenn man uns fragt, ob wir mit anpacken können, machen wir das eigentlich immer. Der KV-Vorsitzende hat uns erst neulich dafür gelobt, dass es noch nie ein Nein gab bzw. dass wir es bisher immer geschafft haben, ein paar Leute zu mobilisieren, wenn Hilfe gebraucht wurde. Der Küster ist z.B. froh, dass einmal im Jahr eine Sippe von uns den ganzen Kirchturm reinigt. Das erspart ihm locker einen Arbeitstag. Also: eine Hand wäscht die andere und zusammen waschen wir das Gesicht. ;-)

Danke für Deine, für Eure Gedanken dazu!



Unterschätz' das Thema nicht. Ich weiß nicht, ob du schon mal einem Kirchenvorstand (Kirchengemeinderat heißt das bei euch wohl) angehört hast. Wir schauen inzwischen extrem genau hin, ob irgendwo neue Aufgaben dazu kommen, wer sie machen soll und wie das ggf. finanziert wird.

Die Zeiten von Küsterinnen und Gemeindesekretären mit vollen Stellen sind bei uns durchweg vorbei, selbst die größten Gemeinden im Dekanat (>3000 Mitglieder) können sich das nicht mehr leisten. Und bei halben Stellen (oder noch geringeren Anteilen) werden die Stunden ganz schnell knapp. Unsre Sekretärin mit halber Stelle nimmt jedes Jahr zwei oder drei Wochen Überstundenausgleich; sie macht also etwa zwei Überstunden wöchentlich.

Käme bei uns solche ein Vorschlag von den Pfadfindern, würde auch ich als Pfadfinder im Kirchenvorstand dafür plädieren, dass die zusätzlichen Stunden erfasst und durch die Fahrzeugnutzer erstattet werden.

Etwas off topic: Das ist ein typisches Problem bei der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. Der Ehrenamtler meint, dass alle von derselben Begeisterung für sein Projekt getragen werden und deshalb problemlos etwas mehr arbeiten, während die Hauptamtliche gerne einen kalkulierbaren Feierabend hätte und unbezahlte Mehrarbeit gar nicht toll findet.
Beitrag vom 21.07.2017 - 18:53
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moggeCP ist offline moggeCP  
RE: RE: RE: Anschaffung Gemeindebus
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Original geschrieben von jergen

Zitat
Original geschrieben von moggeCP

Zitat
Original geschrieben von moggeCP


Meine vorläufige Kalkulation für laufende Kosten pro Jahr wäre so:
  • Steuer, Versicherung, Diesel (^1): 2500 Euro
  • Jährliche Abschreibung 2000 Euro
  • Reparatur, durchschnittlich pro Jahr: 1000 Euro


Summe total p.a.: 5.500,- Euro



Wie beschrieben, würden Kindergarten und wir Pfadfinder den Bus hauptsächlich nutzen.
Bei 5500 Euro im Jahr sind das 2750 Euro pro Gruppe (Kindergarten, Pfadfinder).
Das sind gerade einmal ca. 230 Euro pro Gruppe pro Monat.


Wenn du meinst, dass das für euch zu tragen ist, macht es. Wenn ich euren Stamm auf ungefähr 50 Mitglieder schätze, sind das 55 € pro Mitglied jährlich.

Wir könnten es uns nicht leisten. Spezielle Zuschüsse dafür gibt es bei uns nicht, wir müssten das Geld zusätzlich erwirtschaften (abzüglich die ca. 500-700 €, die wir momentan für Anmietungen aufwenden). Anreisekosten für Teilnehmer spart der Stammesbus im Normalfall kaum ein, weil die meisten Stämme zu groß sind.
Das Einwerben der Summe bindet Arbeitszeit, die wir lieber für Inhaltliches verwenden, und im Endeffekt wohl auch Gelder, die wir besser für die ca. 25 % zuschussbedürftige Teilnehmer verwenden.



Ja, 50 Mitglieder trifftes ziemlich genau.
Die Botschaft vom Kirchenvorstand war (O-Ton): Vielen Dank, ihr macht so viel für uns - was können wir denn für euch tun?
Ich muss noch etwas zur Struktur sagen. Wir sind nicht eine Gruppe, die irgendwie an die Gemeinde angedockt ist oder zufällig die Räumlichkeiten nutzen kann. Vom Selbstverständnis her und auch von der Ansiedlung/Betrachtung der Gemeinde sind wir die Jugendarbeit, die Gemeindepfadfinderarbeit der Kirchengemeinde. Das bedeutet auch für die Kirchengemeinde, dass sie dafür sorgen muss, dass unsere Arbeit finanziert wird und gute Rahmenbedingungen erhält. Das können unsere Mitglieder ja auch erwarten; schließlich zahlen die Eltern Kirchensteuer.
Die Frage ist konkret, was es der Kirchengemeinde wert ist, damit wir optimale Rahmenbedingungen für unsere Arbeit haben.

Zitat
Original geschrieben von jergen

Etwas off topic: Das ist ein typisches Problem bei der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. Der Ehrenamtler meint, dass alle von derselben Begeisterung für sein Projekt getragen werden und deshalb problemlos etwas mehr arbeiten, während die Hauptamtliche gerne einen kalkulierbaren Feierabend hätte und unbezahlte Mehrarbeit gar nicht toll findet.



Ja und Nein. Natürlich weiß ich, dass auch ein Hauptamtlicher Feierabend haben will. Umgekehrt erwarte ich aber auch bei sozialen Berufen, hier v.a bei Kirchens, dass die Mitarbeiter sich mit dem Job identifizieren. Und halt nicht meckern, weil das Gemeindefest auch noch auf einen Sonntagmittag (nach dem GD) fällt. ;-)



Erkenntnis nach einigen Jahren im PT: "Schuld haben grundsätzlich die anderen!" ;-)


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von moggeCP am 21.07.2017 - 21:41.
Beitrag vom 21.07.2017 - 21:36
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jergen ist offline jergen  
1401 Beiträge
Naja, auch die Kirchengemeinde muss das Geld irgendwie beschaffen. Und auch wenn ich wenig über die Finanzsituation der Kirchengemeinden im Norden weiß, möchte ich behaupten, dass eine Maßnahme im Umfang von jährlich mehr als 5000 € sehr deutlich haushaltswirksam ist, zumal sich die Gemeinde auf mindestens zehn Jahre bindet.

Als Hintergrund einige Details zur Finanzsituation meiner Gemeinde mit etwa 3500 Mitgliedern. Der tatsächlich frei bewirtschaftbare Teil des Haushaltes (ohne Kitas, Bauunterhalt und Personalkosten) umfasst deutlich unter 50.000 € jährlich. Durch diverse langfristige Bindungen, die zT auch noch ungeschickt vereinbart wurden, hatte die Gemeinde über mindestens zehn Jahre ein strukturelles Defizit im fünfstelligen Bereich, das aus Rücklagen gedeckt wurde und sie zu mehr als 70 % verbrauchte. Auch wenn wir den Haushalt inzwischen ausgleichen können (ua durch Personalabbau), ist ein Rücklagenaufbau nicht mehr möglich. Größere Ausgaben wie zB die anstehende Orgelreinigung sind ohne gezielte Spendenaktionen undenkbar, weil der normale Haushalt das nicht hergibt.

Die freundlich angebotenen Details zur Kalkulation brauche ich nicht; ich kenne die lokale Situtation zu wenig, um sie beurteilen zu können. Ich will lediglich dazu beitragen, die Situation realistisch zu sehen und von allen Seiten zu betrachten. Dazu gehören halt auch versteckte Kosten, die Gegenfinanzierung und die Alternativenprüfung.
Beitrag vom 22.07.2017 - 10:53
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