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Forenübersicht » Pfadfinder - Forum » Jugendbewegung » VCP verlässt den Dialog der Bünde

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100 Beiträge in diesem Thema (offen) Seiten (7): (1) 2 3 weiter >
Autor
Beitrag
jergen ist offline jergen  
VCP verlässt den Dialog der Bünde
1527 Beiträge
Ich zitiere aus Bundesebene AKTUELL! [Tagung des Bundesrates 1-2015]:

Zitat
Leider konnten die Personen aus dem VCP, die bis jetzt am „Dialog der Bünde“ teilgenommen haben, nicht am BR teilnehmen und ihre Sicht schildern. Der BR beschloss nach kurzer Diskussion, dass der VCP nicht an einem kommenden Mediationsprozess im Rahmen des „Dialogs der Bünde“ teilnehmen wird. Auch wurden die Bundesvorsitzenden vom BR beauftragt, dafür zu sorgen, dass der VCP als Verband nicht mehr als Unterzeichner der Steimker Grundsätze erscheint (die sind hier zu finden: http://dialogderbuende.de/dokumente/DdB_Steimker_G....pdf).


Der Bundesrat (BR) ist neben dem Bundesvorstand das wichtigste Führungsgremium des VCP. In ihm sind alle VCP-Länder vertreten.
Beitrag vom 18.02.2015 - 19:01
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HEINO ist offline HEINO  
380 Beiträge
Spannend, dass der VCP diese Erklärung nicht mehr mitträgt: http://www.dialogderbuende.de/dokumente/DdB_Steimk...tze_V2. pdf
Interessant wäre zu wissen, was man daran auszusetzen hat.
Beitrag vom 18.02.2015 - 19:18
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derralf ist offline derralf  
795 Beiträge
derralf`s alternatives Ego
Der Hintergrund wäre spannend - einfache organisatorische Dinge oder "echte" Gründe inhaltlicher Art?
Die Erklärung habe ich gelesen und finde sie aus meiner Sicht sehr gut. Aber vielleicht übersehe ich ja etwas.



Das Beste am Norden
Beitrag vom 18.02.2015 - 19:38
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jergen ist offline jergen  
RE:
1527 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von HEINO

Spannend, dass der VCP diese Erklärung nicht mehr mitträgt: http://www.dialogderbuende.de/dokumente/DdB_Steimk...tze_V2. pdf
Interessant wäre zu wissen, was man daran auszusetzen hat.

Es ging meines Wissens zunächst darum, dass die VCP-Vertreter im Dialog nicht ermächtigt waren, diese Erklärung (oder andere) zu unterzeichnen, und dass vor der Unterzeichnung auch keine Rücksprache mit dem Bundesvorstand erfolgt ist.

Was der Verband als Ganzes inhaltlich kritisiert, weiß ich nicht, ich kann da nur für mich sprechen. Für mich werden die sogenannten Steimker Grundsätze von ethnopluralistischen Vorstellungen überprägt.
Die Aussage zur Staatsangehörigkeit liegt rechts von der AfD - "nicht ausschließlich" heißt ja, dass das nur im extremen Ausnahmefall gilt. Die Realität sieht anders aus: Wer in Deutschland geboren wird, bekommt einen deutschen Pass - und wird ihn zukünftig wohl auch dann behalten dürfen, wenn er eine zweite Staatsangehörigkeit besitzt.
Durch die Grundsätze wabern Begriffe wie "Volk" bzw. "Kultur eines Volkes", die auch genau diese ethnopluralistische Klientel bedienen können. Interessanterweise ist das alles erst auf der Tagung reingekommen, im Entwurf der Mosaikler findet sich das nicht so.
Und das, was zu Veränderungen in der diffus-undefinierten "Kultur eines Volkes" drin steht, ist meilenweit vom aktuellen Forschungsstand im Bereich "Cultural studies" entfernt: Kultur verändert sich nicht auch durch inkerkulturellen Austausch, wie die Steimker Grundsätze postulieren, sondern fast ausschließlich durch diesen Austausch.

Meiner Meinung nach war das eine dringend notwendige Entscheidung und die einzige richtige - weg von diesem ethnopluralistisch überprägtem Unfug.


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von jergen am 18.02.2015 - 19:40.
Beitrag vom 18.02.2015 - 19:39
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Norbert ist offline Norbert  
RE:
305 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von HEINO

Spannend, dass der VCP diese Erklärung nicht mehr mitträgt: http://www.dialogderbuende.de/dokumente/DdB_Steimk...tze_V2. pdf
Interessant wäre zu wissen, was man daran auszusetzen hat.



Naja ich sehe bei die Ringpfadfinder nur die VCP und keine BdP, DPSG oder PSG als Unterzeichner. Vielleicht ist dort die Erklärung zu finden? gelangweilt



Sollten Sie oder Ihre Kollegen sich über mein nicht ganz fehlerfreies Deutsch amüsieren, möchte ich Sie bitten, mir auf niederländisch zu antworten ... verwirrt

http://www.youtube.com/watch?v=1Mx_TQNqjFE
http://www.youtube.com/watch?v=FMSqdKxth9s
https://www.youtube.com/watch?v=ew3vAEdv7Nw
https://www.youtube.com/watch?v=qfhbW5hQ6BE
http://www.youtube.com/watch?v=0SIssgoXM58
http://www.flickr.com/photos/vanbockelbenny/sets/7...9823692 689

http://www.gentsebarge.be, http://www.steenschuit.be & http://www.schuttevaer.nl cool
Beitrag vom 18.02.2015 - 19:45
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jergen ist offline jergen  
RE: RE:
1527 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Norbert

Zitat
Original geschrieben von HEINO

Spannend, dass der VCP diese Erklärung nicht mehr mitträgt: http://www.dialogderbuende.de/dokumente/DdB_Steimk...tze_V2. pdf
Interessant wäre zu wissen, was man daran auszusetzen hat.



Naja ich sehe bei die Ringpfadfinder nur die VCP und keine BdP, DPSG oder PSG als Unterzeichner. Vielleicht ist dort die Erklärung zu finden? gelangweilt

Sicher nicht. DPSG und PSG haben nie am Dialog der Bünde teilgenommen und sind daran wohl auch kaum interessiert. Der BdP hat sich mW schon vor einigen Monaten aus dem Dialog verabschiedet, allerdings ohne Erklärung. Aus einer Nichtbeteiligung bzw. einem langsamen Ausscheiden ein gemeinsames Vorgehen von RdP und RDP zu konstruieren, ist reichlich gewagt und verkennt völlig die Arbeitsweise der Ringe.
Beitrag vom 18.02.2015 - 20:09
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Chewbacca ist offline Chewbacca  
225 Beiträge
Finde ich großartig!
Ein hoch auf die Bundesleitung.
Gut Pfad
Chewbacca
Beitrag vom 18.02.2015 - 20:36
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derralf ist offline derralf  
795 Beiträge
derralf`s alternatives Ego
Gut - sicher ein möglicher Standpunkt.
Auch wenn die Kultur eines Volkes sich nicht nur durch Austausch sondern auch durch Fortschritt verändert (der allerdings durch sinnvollen Austausch natürlich auch beschleunigt werden kann).

Das eine solche Unterschrift natürlich von einem Gremium des betroffenen Bundes autorisiert sein muss versteht sich von selbst.



Das Beste am Norden
Beitrag vom 18.02.2015 - 20:47
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Chewbacca ist offline Chewbacca  
225 Beiträge
Mir erscheint es gerade so als währe eine Privatperson die VCP Mitglied ist beim Dialog gewesen ohne Beauftragung und ohne das der Verband ein Interesse daran kund getan hätte????
Gut Pfad
Chewbacca
Beitrag vom 19.02.2015 - 14:35
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Löffel ist offline Löffel  
RE:
3384 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von Chewbacca

Mir erscheint es gerade so als währe eine Privatperson die VCP Mitglied ist beim Dialog gewesen ohne Beauftragung und ohne das der Verband ein Interesse daran kund getan hätte????
Gut Pfad
Chewbacca

Was dir scheint ist Unsinn. Es gab zwei Beauftragte, die ordentlich gearbeitet und berichtet haben.



Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen (Marti)
Beitrag vom 19.02.2015 - 15:19
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Chewbacca ist offline Chewbacca  
225 Beiträge
Ok, aber gut das der Spuk jtzt ein Ende hat
Beitrag vom 19.02.2015 - 15:42
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hagen ist offline hagen  
RE: RE:
8 Beiträge
hagen`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von jergen

Durch die Grundsätze wabern Begriffe wie "Volk" bzw. "Kultur eines Volkes", die auch genau diese ethnopluralistische Klientel bedienen können.



Ich nehme an, dass du auf den Satz "Wir sind uns bewusst, dass die Kultur eines Volkes nicht statisch, sondern einem stetigen Wandel unterworfen ist, der auch durch interkulturellen Austausch entsteht." Bezug nimmst.
Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, war aber bisher der Meinung, dass diese Textstelle im genauen Gegensatz zu ethnopluralistischen Ansichten steht.
Deine These, dass das simple Vorkommen von Wörtern wie "Volk" und "Kultur" in einer Formulierung diese als ethnopluralistischen Text auszeichnen, kann ich nicht nachvollziehen.
Beitrag vom 19.02.2015 - 15:50
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jergen ist offline jergen  
1527 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von hagen

Zitat
Original geschrieben von jergen

Durch die Grundsätze wabern Begriffe wie "Volk" bzw. "Kultur eines Volkes", die auch genau diese ethnopluralistische Klientel bedienen können.



Ich nehme an, dass du auf den Satz "Wir sind uns bewusst, dass die Kultur eines Volkes nicht statisch, sondern einem stetigen Wandel unterworfen ist, der auch durch interkulturellen Austausch entsteht." Bezug nimmst.
Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, war aber bisher der Meinung, dass diese Textstelle im genauen Gegensatz zu ethnopluralistischen Ansichten steht.
Deine These, dass das simple Vorkommen von Wörtern wie "Volk" und "Kultur" in einer Formulierung diese als ethnopluralistischen Text auszeichnen, kann ich nicht nachvollziehen.



Einer der großen Nachteile der sogenannten Steimker Grundsätze liegt darin, dass Begriffe verwendet werden, die sehr unterschiedliche Deutungen zulassen. Zentral dabei ist "Volk": Die Bandbreite reicht von der ethnisch abgegrenzten Gruppe über das durch die Nationalität definierte Staatsvolk bis zur gesamten Bevölkerung. Genau deshalb schreibe ich "bedienen können" - es sind verschiedene Interpretationen möglich. "Kultur" ist genauso vage und kann alle Mögliche meinen.

Was den von dir angesprochenen Satz angeht, konstruiert er genau wie der zur Staatsangehörigkeit eine Rangfolge. Wenn kultureller Wandel "auch durch interkulturellen Austausch entsteht", sagt diese Formulierung zumindetens für mich aus, dass es andere, vorrangige Prozesse gibt. Die können aber dann nur innerkulturell sein, womit wir wieder bei ethnopluralen Vorstellungen wären - und auf jeden Fall in einem deutlichen Widerspruch zum derzeitigen Forschungsstand in allen Fachwissenschaften, die kulturellen Wandel immer mit Austausch verknüpfen.

Es kann natürlich sein, dass diese Sätze schlicht und einfach bei ihrer Formulierung nicht ausreichend durchdacht wurden. Aber ausweislich der Teilnehmenden und der Darstellung im Protokoll dürfte das nicht der Fall sein.
Allerdings überkommt mich dieses Gefühl schon manchmal, wenn ich bspw. die zwei Sätze lese, die wohl ein Diskriminierungsverbot enthalten sollen. So nimmt zB der Jungenbund Phoenix nur männliche Mitglieder auf, diskriminiert also nach dem biologischen Geschlecht. Wenn man den zweiten Satz dieses Punktes ernst nimmt, muss er jetzt die dafür verantwortlichen Personen mit Sanktionen belegen.
Beitrag vom 19.02.2015 - 16:43
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aghamemnun ist offline aghamemnun  
RE:
299 Beiträge
aghamemnun`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von jergen
Einer der großen Nachteile der sogenannten Steimker Grundsätze liegt darin, dass Begriffe verwendet werden, die sehr unterschiedliche Deutungen zulassen.


Das sehe ich genauso, und ich staune zudem über das breite Spektrum an unterzeichnenden Bünden. Das klingt tatsächlich nach Formulierungen, die keinem weh tun und die jeder für sich auslegen kann wie er will, notfalls auch diametral entgegengesetzt zu dem, was andere Unterzeichner sich darunter vorstellen.. Trotzdem wäre diese Vagheit der Formulierung für mich ein Grund, mich mit verurteilenden Interpretationen zunächst noch ein wenig zurückzuhalten.

Zitat
Was den von dir angesprochenen Satz angeht, konstruiert er genau wie der zur Staatsangehörigkeit eine Rangfolge. Wenn kultureller Wandel "auch durch interkulturellen Austausch entsteht", sagt diese Formulierung zumindetens für mich aus, dass es andere, vorrangige Prozesse gibt.


Diese Logik ist doch alles andere als zwingend. Ebenso gut kann der Satz einfach bloß als Abgrenzung gegen diejenigen gemeint sein, die sich nicht vorstellen können, daß kultureller Wandel überhaupt durch interkulturellen Austausch entsteht. Davon gibt es ja leider nicht wenige, und denen muß man das in der Tat genau so sagen. Mit einer Rangfolge hat das nicht per se etwas zu tun.

Zitat
Die können aber dann nur innerkulturell sein, womit wir wieder bei ethnopluralen Vorstellungen wären - und auf jeden Fall in einem deutlichen Widerspruch zum derzeitigen Forschungsstand in allen Fachwissenschaften, die kulturellen Wandel immer mit Austausch verknüpfen.


Wenn "Kultur", wie Du m.E. richtig feststellst, ein vager Begriff ist, dann ist eine Abgrenzung zwischen inner- und interkulturell ziemlich schwierig zu bewerkstelligen. Wenn z.B. politischer, religiöser, weltanschaulicher und sonstiger Pluralismus Bestandteil einer Kultur sind (was wir hierzulande ja normalerweise für uns in Anspruch nehmen), dann ist kultureller Wandel jedenfalls genauso inner- wie interkulturell möglich. Wobei ich sagen muß, daß ich den interkulturellen Aspekt wesentlich interessanter finde. Das mag wohl an meiner protestantischen Grundeinstellung liegen: Die sog. Peripherie ist viel interessanter und identitätsstifender als das vermeintliche Zentrum.

Wie auch immer: Man kann sich an der Formulierung stoßen oder sich fragen, was sie einem eigentlich sagen soll, aber daß da das Gespenst des Ethnopluralismus mit dem Laken wabert, halte ich nicht für zwingend.

Zitat
Allerdings überkommt mich dieses Gefühl schon manchmal, wenn ich bspw. die zwei Sätze lese, die wohl ein Diskriminierungsverbot enthalten sollen. So nimmt zB der Jungenbund Phoenix nur männliche Mitglieder auf, diskriminiert also nach dem biologischen Geschlecht. Wenn man den zweiten Satz dieses Punktes ernst nimmt, muss er jetzt die dafür verantwortlichen Personen mit Sanktionen belegen.


Ach herrje, häng's mal tiefer! Es ist schon richtig, daß der Phoenix sich mit einer nachvollziehbaren Begründung der Eingeschlechtlichkeit schwer tut. Aber mal ehrlich: Inwiefern bedeutet es für Mädchen und Frauen eine Diskriminierung, gerade diesem Bund nicht angehören zu dürfen? Wo liegt da der Verlust an Lebensqualität? Eine Diskriminierung würde ich sehen, wenn mit einem solchen Gebaren eine Herabwürdigung von Frauen verbunden wäre. Das würde ich denen aber nicht nachsagen wollen.



"Geben ist seliger denn Nehmen."
(Max Schmeling)
Beitrag vom 19.02.2015 - 18:36
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jergen ist offline jergen  
RE: RE:
1527 Beiträge
Zitat
Original geschrieben von aghamemnun

Zitat
Original geschrieben von jergen

Allerdings überkommt mich dieses Gefühl schon manchmal, wenn ich bspw. die zwei Sätze lese, die wohl ein Diskriminierungsverbot enthalten sollen. So nimmt zB der Jungenbund Phoenix nur männliche Mitglieder auf, diskriminiert also nach dem biologischen Geschlecht. Wenn man den zweiten Satz dieses Punktes ernst nimmt, muss er jetzt die dafür verantwortlichen Personen mit Sanktionen belegen.


Ach herrje, häng's mal tiefer! Es ist schon richtig, daß der Phoenix sich mit einer nachvollziehbaren Begründung der Eingeschlechtlichkeit schwer tut. Aber mal ehrlich: Inwiefern bedeutet es für Mädchen und Frauen eine Diskriminierung, gerade diesem Bund nicht angehören zu dürfen? Wo liegt da der Verlust an Lebensqualität? Eine Diskriminierung würde ich sehen, wenn mit einem solchen Gebaren eine Herabwürdigung von Frauen verbunden wäre. Das würde ich denen aber nicht nachsagen wollen.

Diskriminierung muss nicht herabwürdigend sein - obwohl ich Herabwürdigungen gerade bei Jungen-/Männerbündlern in Bezug auf anders ausgerichtete Bünde des Öfteren erlebt habe. Aber du hast recht, das Beispiel ist konstruiert.

Stellt sich nur die Frage, was die Sätze zur Diskriminierung überhaupt bedeuten sollen:

Zitat
Wir lehnen jede Form der Diskriminierung gemäß Art. 3 GG ab. Wir sanktionieren Äußerungen und Verhalten dieser Art in unseren Gemeinschaften.

Satz 1 ist noch halbwegs verständlich, auch wenn schon vermutet werden muss, das eigentlich nur GG Art. 3 Abs. 3 gemeint sein kann - Absatz 1 und 2 sind positive Festlegungen. Zudem sollte man natürlich berücksichtigen, dass diese Regeln primär für staatliches Handeln gelten. Und wenn man direkt davor liest, dass die unterzeichnenden Bünde sich zur FDGO bekennen, ist dieser Satz eigentlich eine unnötige Doppelung.
Satz 2 ist schwieriger. Offensichtlich geht er davon aus, dass man sowohl durch Aussagen als auch durch Handlungen diskriminieren kann ("Äußerungen und Verhalten dieser Art"), wodurch er sich deutlich von der rechtlichen Sicht auf Diskriminierung unterscheidet, die immer eine Handlung voraussetzt (so zB im AGG). Was soll eine "diskriminierende Äußerung" sein? Hier begeben sich die Autoren des Textes wohl ins Umgangssprachliche, obwohl sie so stolz mit dem Grundgesetz begonnen haben. Wird damit "Alle Männer/Frauen/Kinder/Wandervögel/Pfadfinder/... sind ..." bereits erfasst oder ist das noch erlaubter Stammtischton?
Zu Ende gedacht wurde dieser Punkt sicher nicht, sonst wäre - neben der wenig eleganten Sprache - aufgefallen, wie wenig Logik da aufscheint.



Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von jergen am 19.02.2015 - 19:11.
Beitrag vom 19.02.2015 - 19:08
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